1932 eröffnete ein Nachfahre der aus Tschechien stammenden Familie Mnozil ein Wirtshaus an der Seilerstätte im ersten Wiener Bezirk – gut 50 Jahre später etablierte sich hier ein mittlerweile selbst legendär gewordener Musikanten-Stammtisch. Anfang der neunziger Jahre ebnete eben dieser Stammtisch den Weg zur Gründung von Mnozil Brass, Österreichs vielleicht zur Zeit spannendstem Musikexport, der sich nach eigenen Angaben auf „angewandte Blechmusik“ spezialisiert hat – und zwar „in allen Lebenslagen“.
Nicht ohne Grund schwärmt die Süddeutsche Zeitung vom telepathischen Bläserwunder Mnozil Brass so: „Man glaubt es nicht, wenn man es nicht selbst gehört hat: Schostakowitsch, Star Wars, Tango, Landler, Johann Nepomuk David, Stevie Wonder, Polka, Jazz, Udo Jürgens, bayrischer Defiliermarsch, Kirchenchoräle. Hintereinander, durcheinander, kunstvoll schräg oder traumhaft harmonisch – Brassmusik und mehrstimmiger Gesang, dass einem Hören und Sehen vergehen.“
Aufgelockert durch komödiantische Einlagen und kabarettistische Gesangseinlagen, nimmt das dynamische Septett nicht nur wohl bekannte Arrangements aufs Korn. Auch in ihren grandiosen Eigenkompositionen vereinen die Musiker Virtuosität mit Wiener Charme und jeder Menge Humor.
In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Regisseur Bernd Jeschek entstanden seit 2001 darüber hinaus Programme wie „Smoke“, „Ragazzi“ oder „Seven“. Die erste gemeinsame Theaterarbeit des Ensembles, „Das Trojanische Boot“, ist ebenfalls eine Gemeinschaftsarbeit mit Jeschek und wurde 2005 im Rahmen der RuhrTriennale als „erste Operette des 21. Jahrhunderts“ uraufgeführt. Mit einer weiteren Bühnenarbeit – „Irmingard – wahrscheinlich eine Oper in 2 Akten“ – sorgte die Formation außerdem bei der Uraufführung bei den Salzburger Festspielen 2008 für Wirbel.

Hörproben, Tourdaten und weitere Informationen zu Mnozil Brass auf der Homepage.
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